Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium

Geschichte


Fachschaft Geschichte

Das Fach Geschichte wird am Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium ab der Klasse 6 bis zum Abitur unterrichtet und kann auch als Abiturprüfungsfach gewählt werden. Je nach Jahrgang findet es sich mit einer oder zwei Wochenstunden auf dem Stundenplan wieder.
Allgemeines Ziel des Faches ist die Ausbildung eines Bewusstseins über das Vergangene, das unsere Gesellschaft, unseren Staat, uns Menschen dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen. So soll über die Auseinandersetzung mit der Geschichte ein Verständnis darüber geschaffen werden, warum z.B. unser Bundesrepublik Deutschland heute so und nicht anders aufgebaut ist.
Da sich die Inhalte des Geschichtsunterrichts gut mit denen anderer Fächer verknüpfen lassen, versuchen wir, möglichst viel fächerübergreifend zu unterrichten. Ein fächerverbindendes Arbeiten bietet sich im Grunde mit fast allen Unterrichtsfächern an. So können z.B. Deutschlektüren eine gute Ergänzung zum Geschichtsunterricht sein. Besonders wichtig erscheint uns Fachkollegen z.B. eine Zusammenarbeit mit den Fächern WiPo und Geographie in der Oberstufe.

 

Das Fachkollegium

Die folgenden Kollegen unterrichten das Fach Geschichte am Cajabu (v.links nach rechts):
*Herr Glasneck* (seit 2008, weitere Fächer: D, Philo), *Frau Timcke* (seit 2008, weitere Fächer: D, WiPo), *Herr Preuss* (seit 2012, 2. Fach: Kunst), *Herr Ipsen* (seit 1981, 2. Fach: Frz), *Herr Concilio* (seit 2006 am CJB, weitere Fächer: WiPo/Geo), *Herr Doehring* (seit 1985, 2. Fach: D), *Frau Rausch* (seit 2006, 2. Fach: Frz), *Frau Widderich* (seit 2014, 2. Fach: Bio) und *Herr Larsen* (seit 2009, weitere Fächer: WiPo, Geo).

 

 

Das Lehrwerk

Im Geschichtsunterricht am CJB wird die Reihe des Lehrwerks "Das waren Zeiten" aus dem Buchner-Verlag in der Mittelstufe verwendet. In der Oberstufe benutzen wir Buchners Kolleg (Themen) Geschichte.

http://www.ccbuchner.de/home_1_1.html

http://www.ccbuchner.de/cover/160/c4741.jpg
http://www.ccbuchner.de/cover/160/c4631.jpg
http://www.ccbuchner.de/cover/160/c4681.jpg

 

Lernen am anderen Ort

Das CJB hat Glück, in einer historisch sehr wichtigen Stadt zu liegen. Dies wird natürlich auch für den Geschichtsunterricht genutzt. So bieten sich Exkursionen zu verschiedenen Inhalten des Geschichtsunterrichts in die Lübecker Altstadt an. Neben den Sehenswürdigkeiten in Form von Gebäuden (z.B. dem Lübecker Dom, der Marienkirche, dem Heiligen-Geist-Hospital), verfügt die Stadt auch über eine Vielzahl an Museen, deren Besuch sich für das eine oder andere Thema des Geschichtsunterrichts anbietet. So lohnt sich im Rahmen der Nachkriegsgeschichte z.B. ein Besuch des Willy-Brandt-Hauses (http://www.willy-brandt-luebeck.de/). 

Einen Überblick über die Lübecker Museen findet sich hier:
http://die-luebecker-museen.de/de/327/das-portal.html

Weitere Ziele in Lübeck und Umgebung, die einen historischen Bezug besitzen:
 

http://neues.aoeza.de/
 



„Versuche, Dein Leben zu machen!" – ein Besuch von Margot Friedlander im CJB, Zeitzeugin des Nazi-Regimes 
„Versuche, Dein Leben zu machen!" Das war der letzte Satz, den ihre Mutter ihr über eine Bekannte übermitteln ließ, bevor sie sich 1943 dazu entschied, dem verhafteten Sohn zur Gestapo zu folgen. Margot Friedlander, geb. Bendheim, entschied sich daraufhin, in den Untergrund zu gehen, um sich als Jüdin vor der Gestapo zu verstecken und ihr „Leben", so gut es eben ging „zu machen." Das einzige, was sie noch besaß, waren die Kleider, die sie trug, und die Handtasche, die ihre Mutter ihr von der Bekannten übergeben ließ, gefüllt mit einer Bernsteinkette und einem abgenutzten Adressbüchlein voller eventuell einmal nützlicher Adressen.
Nach 15 Monaten im Versteck wurde sie schließlich doch verhaftet und nach Theresienstadt deportiert, wo sie schließlich die Befreiung durch die Rote Armee erleben durfte, um dann anschließend mit ihrem Mann in die USA auszuwandern und 2010 nach Berlin zurückzukehren. Seitdem liest und erzählt die mittlerweile fast 93-Jährige beinahe wöchentlich auf öffentlichen Veranstaltungen von ihren Erlebnissen.
Am 7. Oktober war Margot Friedlander zu einer Lesung in der Aula des Burckhardt-Gymnasiums. Vor der gesamten Oberstufe las sie ausgewählte Abschnitte aus ihrem Buch vor, die ihr Leben unter dem Naziregime beschrieben. Nachdem sie etwa eine Stunde aus ihrer Biographie vorgetragen hatte, beantwortete sie nach eindringlichen Worten Fragen, die vorher im Unterricht erarbeitet worden waren. Anschließend sprach sie noch mit einer großen Anzahl einzelner Schülerinnen und Schüler und signierte ihnen das neu erworbene Buch.
Margot Friedlander sagte, dass bald alle Zeitzeugen des Dritten Reiches gestorben seien und damit wir, die nachfolgenden Generationen, zu Zeitzeugen würden und somit deren Aufgabe übernehmen müssten: Die Verhinderung eines erneuten Holocausts. Ihrer Meinung nach gäbe es kein jüdisches, deutsches oder arabisches, sondern nur menschliches Blut. Daher mahnte sie die Schülerinnen und Schüler, gute Menschen zu werden und sich immer respektvoll und menschlich zu verhalten. Besonders die abschließenden Worte Margot Friedlanders waren für die jugendlichen Zuhörer sehr eindrucksvoll. Eine wirkliche Zeitzeugin zugegen zu haben, die nicht etwa Angelesenes aus den Geschichtsbüchern, sondern tatsächlich aus ihrem eigenen Leben erzählt, berührte und beeindruckte die Zuhörer sehr. Ein Schüler kommentierte die Veranstaltung auf Nachfrage folgendermaßen: „Ich fand es sehr spannend, ihr zuzuhören und vor allem das, was sie uns am Ende gesagt hat, war sehr eindrucksvoll!" Und eine andere Schülerin sagte: „Mich hat es sehr bewegt, dass Frau Friedlander die Bernsteinkette ihrer Mutter trug und uns auch das Adressbuch und ihren Judenstern gezeigt hat." Es darf also zu hoffen sein, dass jeder Teilnehmer etwas für sich aus der Veranstaltung für sein weiteres Leben mitnehmen konnte.
Die Fachschaft Geschichte freut sich sehr über die gelungene Veranstaltung und möchte auch dem Förderverein des CJB für die finanzielle Unterstützung großen Dank aussprechen.

 

 

Projekte im Geschichtsunterricht

Die Kinderhansestadt
Vom 21. – 25. Mai 2014 fand anlässlich der Hansetage in Lübeck eine Mittelalter-Simulation des Lübecker Stadtjugendringes statt. 
Am Mittwoch Nachmittag bauten die Schüler der Geschichtsprofilklasse E2f mit den von unserer Schule teilnehmenden Schülern aus den 6. und 7. Klassen zwei hanseatische Stadthäuser auf und bemalten sie mit den für Lübeck typischen roten Backsteinen. So entstand eine kleine Stadt mit vielen Häusern, die Werkstätten, eine Stadtwache, eine Apotheke, ein Wirtshaus, eine Bäckerei und vieles mehr beherbergten.
Von Donnerstag bis Sonntag konnten die teilnehmenden Kinder dann passend mittelalterlich gekleidet jeweils vormittags und nachmittags verschiedene historische Berufe ausprobieren, wie z.B. das Bauen von mittelalterlichen Handelsschiffen in Modellgröße, das Nähen von Ledersäcken, die Herstellung von Seife, Trinkhörnern und Kettenhemden, das Drechseln z.B. von Kerzenständern, das Backen von Broten etc. Es wurde versucht, möglichst alles nach mittelalterlichen Techniken zu fertigen. Für die geleistete Arbeit erhielten die kleinen Handwerker natürlich auch Lohn in Form einer Mahlzeit zu Mittag und extra für die Kinderhansestadt geprägten Münzen. Diese durften sie dann in ihrer Freizeit auch wieder für Waren ausgeben. So kam ein eigener Wirtschaftskreislauf in Gang.
Die E2f betreute zwei Stadthäuser: Die Waffenschmiede und das Kloster. In der Waffenschmiede wurden Pfeile und Bögen hergestellt, im Kloster Kerzen aus Wachsplatten gerollt und verziert und Rezepte der Hildegard von Bingen mit Gänsekielen und Tinte kopiert. Beide Aktivitäten wurden sehr gut von den teilnehmenden Kindern angenommen, sodass es sogar zu Material-Engpässen kam.
Alles in allem hat es wohl fast allen Teilnehmern sowie den Betreuern Spaß gemacht, einmal das Mittelalter beinahe „live" nachzuerleben, nicht zuletzt, weil der Standort am Mühlendammparkplatz gut gewählt war: Verließen die Kinder das Gelände der Hansestadt nach Feierabend, befanden sie sich inmitten der Lagerstätten des Mittelaltervolks, das um den Mühlenteich herum Quartier bezogen hatte.

Weitere Berichte über die Kinderhansestadt lassen sich u.a. (bald) hier finden:
http://luebeckerjugendring.de/projekte/kinder-hanse-stadt
http://www.ln-online.de/Lokales/Fotostrecken-Lokales/Fotostrecken-Luebeck/Eindruecke-aus-der-Kinder-Hanse-Stadt
http://www.evangelische-jugend-luebeck-lauenburg.de/bericht-von-der-kinder-hanse-stadt/


 

Lehrpläne Geschichte / Unser schulinternes Fachcurriculum 

Das SFC wird derzeit überarbeitet und ist nach Fertigstellung wieder aufrufbar.