Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium

Deutsch



Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf. Wer schludert, der sei verlacht, für und für.
(Peter Panter alias Kurt Tucholsky, 1929)

Fachschaft Deutsch des Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums!

Niemand soll seine Sprache als Waffe einsetzen, aber wir wollen, dass sie "scharf" gehalten wird. Genauer Sprachgebrauch hilft uns in allen Bereichen des Lebens.

Das Fach Deutsch stellt durch die in ihm vermittelten Kompetenzen das zentrale Kernfach des schulischen Kanons dar. Damit birgt dieses Fach besondere Möglichkeiten und Herausforderungen, die wir, die Lehrkräfte der Fachschaft,  gerne nutzen und denen wir uns täglich stellen. 
 

Denn unsere Schülerinnen und Schüler sollen…

  •  … erleben, dass Sprechen der direkte Ausdruck für Gefühle und Gedanken ist. Nur wer sich deutlich und authentisch ausdrücken kann, wird verstanden, ist für andere einschätzbar und ein ernst zu nehmender Kommunikationspartner. Deshalb wollen wir die Sprechkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler schulen und stärken.
  • … bewusst hören und zuhören lernen. Denn bewusstes Hören bildet einen wichtigen Zugang zur Welt, bewusstes Zuhören eröffnet die Gedankenwelt des Gegenübers und ermöglicht eine gelungene Kommunikation. Die Kompetenz, hören und zuhören zu können, wollen wir fördern, um unsere Schülerinnen und Schüler zu kompetenten Gesprächspartnern zu machen.
  • ... erfahren, dass Lesen Spaß macht, die Welt erklären und neue Welten eröffnen kann. Lesen erweitert den Horizont und bildet. Daher stehen Lesemotivation und -kompetenz für uns im Vordergrund.
  • … Schreiben als Sinn stiftend erleben. Das Erstellen strukturierter Texte setzt Analyse- und angemessene Ausdrucksfähigkeit voraus. Schreiben als kreativer Prozess hilft Kindern und Jugendlichen ihre Persönlichkeit auszubilden. Wir verstehen Schreibkompetenz als die Fähigkeit, adäquat auf alle Schreibanlässe reagieren zu können.
  • … alle Medien, analog wie digital, begeistert, aber nicht kritiklos nutzen. Nur wer in der Lage ist, aus dem Überangebot bewusst und kritisch auszuwählen, kann selbstbestimmt die Entwicklung der Gesellschaft voranbringen. Damit wird für uns Medienkompetenz zur Basiskompetenz.


Unsere Schülerinnen und Schüler sollen Literatur aus möglichst vielen Blickwinkeln und als ganze Person erleben und erfahren. Daher gibt es, wenn es sich anbietet, eine fächerübergreifende Zusammenarbeit zwischen den Fächern„Deutsch" und „Darstellendes Spiel". Unterrichtslektüre in allen Jahrgangsstufen und vor allem aus dem Fachkorridor des Zentralabiturs wird oft dramatisiert und auf die Bühne gebracht. So ergibt sich ein handlungs-orientierter und ganzheitlicher Zugang zu Literatur.


Fachcurriculum CaJaBu:

Projekte

Mögliche Projekte im Deutschunterricht 

Klasse 5/6 

  • Einladung einer Märchenerzählerin / eines Märchenerzählers
  • Besuch des Weihnachtsmärchen im Lübecker Stadttheater 
  • Besuch der Stadtbücherei Lübeck 
  • Kinobesuch (angebunden an Lektüre)
  • Vorlesewettbewerb
  • Förderung von Kindern mit Legasthenie



Klasse 7/8/9 

  • Besuch bei den Bücherpiraten (Lübecker Jugendbuchwochen)
  • Schulkinowoche
  • Einladung einer Balladenerzählerin / eines Balladenerzählers
  • Besuch des Impro-Theater im Theater Combinale 
  • Betriebsbesichtigung der Lübecker Nachrichten
  • Zeitung in der Schule (ZISCH)
  • Durchführung von Autorenlesungen
  • Inszenierungen in der Schule, z.B. Wilhelm Tell, Die Nibelungen mit dem Kulturexpress, Biedermann und die Brandstifter



Oberstufe 

  • Besuch des Buddenbrook-Hauses 
  • Besuch des Günther Grass-Hauses
  • Durchführung verschiedener Theaterbesuche (z.B. Thalia Hamburg)
  • Einladung von Theatergruppen
  • Durchführung einer Weimarfahrt

ZISCH

Zeitung in der Schule, kurz: Zisch, ist ein Projekt der Lübecker Nachrichten (LN)  in Zusammenarbeit mit dem IZOP-Institut in Aachen. Zisch wird von mehreren Unternehmen aus der Region unterstützt. Die Aktion soll Schüler ermuntern, regelmäßig in die Zeitung zu schauen, um sich zu informieren und um den kritischen Umgang mit Medien zu trainieren.
 


Und so sieht das Medienprojekt konkret aus:
Über mehrere Wochen erhalten die teilnehmenden Klassen die Lübecker Nachrichten im Klassensatz direkt in die Schule geliefert (in den Ferien kostenfrei nach Hause!).
Im Unterricht wird die Zeitung gelesen, analysiert und ausgewertet. Die Schüler lernen unterschiedliche journalistische Formen (Bericht, Reportage, Interview…) kennen, recherchieren zu verschiedenen Themen und schreiben einen Artikel, der dann veröffentlicht wird. 

Im Schuljahr 2010/2011 hat zum Beispiel die Klasse 8b mit Frau Timcke an dem Zischprojekt teilgenommen und u.a. die Gewerbeschule 2  für Nahrung und Gastronomie einen ganzen Vormittag lang besucht, um folgenden Artikel zu schreiben, der dann am 7.4.2011 in den LN veröffentlicht wurde:
 

Welcher Wein passt zum Fisch?


„Zu einem gebratenen Fisch passt ein stärkerer Wein und zu einem gedämpften Fisch passt ein leichterer Wein.“ Dies und viel mehr kann man an der Gewerbeschule 2 für Nahrung und Gastronomie lernen. 

Dazu gehören unter anderem auch die verschiedenen Arten von Gläsern für Wasser und Wein und die genauen Lageplätze von Besteck für den perfekt eingedeckten Tisch. Eine von den Schülern häufig angewendete Eselsbrücke lautet: „Er liegt auf ihr.“ Das bedeutet, der Löffel liegt über der Gabel. 

„Das Silberbesteck und die Gläser müssen vor dem Aufdecken gründlich poliert werden, da es sonst voll mit Wasserflecken vom Spülen wäre“,  Herr Weidemann (39), Fachpraxislehrer für Restaurant- und Hotelfachkräfte, Meister und Klassenlehrer der Systemgastronomen, zeigt den Schülern im  Restaurantübungsraum des Hauptgebäudes., wie es sein soll. 
Streng, aber trotzdem freundlich erklärt er seinen Schülern und Schülerinnen auch, wie eine Serviette kunstvoll zu einem Serviettenfächer gefaltet wird.
„Hier haben sie Gastronomie live, nur dass die Gäste noch nicht da sind“, fügt Frau Grünwaldt (44), Lehrerin der Schule, hinzu.

Insgesamt gibt es drei Gebäude, in denen ca. 2000 Schüler von 75 Lehrern unterrichtet werden. Davon sind etwa 800 Schüler in der Gastronomie tätig. Man kann an der Gewerbe-und Berufsschule Hotelfachmann/frau, Restaurantfachmann/frau und Koch/Köchin erlernen, alles Berufe der Gastronomie, aber auch Fleischer, Bäcker und Konditor, Berufe der Nahrungslehre. Außerdem besteht die Möglichkeit,  während der Ausbildung den Haupt- oder Realschulabschluss nachzuholen. Auch in den Bereichen Chemie bzw. Naturwissenschaften gibt es Ausbildungsmöglichkeiten.

An das Restaurant grenzt eine Lehrküche, die identisch mit der Küche eines richtigen Restaurants ist. Technisch auf dem neuesten Stand, modern und vielseitig ausgestattet, bietet sie Platz für 16 Köche. Einer der Lehrer hier ist Bernd von Netz (59). ‚‚Das Essen lassen wir von unseren Schülern noch frisch zubereiten. Dies ist im Gegensatz dazu in einigen Restaurants anders, dort bevorzugt man das Zubereiten mit Hilfe von Fertigprodukten aus der Tüte oder Convenience Food’’, erklärt er.

Die Schüler sind sichtlich mit Spaß an der Arbeit. Viele von ihnen haben sich für eine Ausbildung in der Gastronomie entschieden, weil sie sehr vielfältig und interessant ist und auf der ganzen Welt gute Arbeitschancen bietet. 
Einer von ihnen ist Mike (19), Auszubildender in Travemünde: ‚‚Das Kochen ist meine Leidenschaft’’, sagt er. 

Es gibt auch andere Räumlichkeiten wie die Rezeption oder das voll ausgestattete Hotelzimmer, in der Hotelfachleute geschult werden, so dass eine praxisnahe Schulung für alle an der Gewerbeschule unterrichteten Berufe gewährleistet ist.

„Die Praxis ist uns sehr wichtig“ – ein Motto, das an diesem Vormittag immer wieder zu hören und eindrucksvoll zu sehen war!