Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium

Carl Jacob Burckhardt


Carl Jacob Burckhardt (1891 – 1974) war ein Schweizer Historiker, Schriftsteller und Diplomat, der als Völkerbund-Kommissar in Danzig und als Präsident des Internationalen Roten Kreuzes gewirkt hat. Da Lübeck im Jahre 1944 zum Umschlaghafen für die Liebesgaben (Red Cross Parcels) für alliierte Kriegsgefangenen in Deutschland erklärt wurde,  konnte Lübeck in der für die deutschen Städte gefährlichsten Phase des Weltkrieges vor einer weiteren Zerstörung bewahrt werden. Aus Dankbarkeit machten die städtischen Gremien deswegen Carl-Jacob-Burckhardt, den damaligen Präsidenten des Internationalen Roten Kreuzes, zum Ehrenbürger. Nach ihm wurde später das 1957 gegründete „Sechste Gymnasium“ der Hansestadt benannt. Carl Jacob Burckhardt hat zahlreiche internationale Ehrungen erhalten und eine mehrbändige Biographie über den französischen Staatsmann Richelieu verfasst. Die von ihm in dem Buch „Meine Danziger Mission“ veröffentlichte Darstellung einiger Details aus der Vorgeschichte des Kriegsausbruchs 1939 ist allerdings nicht unwidersprochen geblieben. Auch die Rolle Burckhardts und des IRK beim Umgang mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik wird  kontrovers diskutiert. Carl-Jacob-Burckhardt hat unser Gymnasium zweimal besucht und sich begeistert gezeigt über die „wachen, heiteren und gespannt aufnehmenden Kinder“ und das moderne Gebäude, „eingerichtet wie eine amerikanische Universität mit raffinierten chemischen, physikalischen und biologischen Laboratorien“.