Eine UNESCO-Projekt-Schule ist eine allgemein bildende Schule,
die aus der Charta der Vereinten Nationen und der Verfassung der UNESCO die
Verpflichtung ableitet, über die Wissensvermittlung hinaus auf vielfältige
Weise Frieden und Toleranz in ihrem Lebensbereich zu fördern, für
die Bewahrung von Natur und Umwelt einzutreten und internationale Verbindungen
zu schaffen.
Für die UNESCO-Schulen gibt es vier Zielvorgaben:
1. Menschenrechte verwirklichen
2. Anderssein der Anderen achten und schützen
3. Umwelt schützen und bewahren
4. Armut und Elend bekämpfen
Interkulturelles Lernen und die Vernetzung der Schule am Ort und mit anderen
UNESCO-Projekt-Schulen erfordert die Zusammenarbeit von Schülern, Eltern
und Lehrern u.a. in UNESCO-Gruppen und die Öffnung zu vielen anderen Menschen
und Institutionen. Die Ziele der UNESCO-Arbeit werden im Schulprogramm verankert
und im Verlauf des Schuljahres in unterschiedlichsten Formen umgesetzt. Ein
jährlicher Bericht wird dem Regionalkoordinator / der Regionalkoordinatorin
zugeleitet.
Im Frühjahr 2001 beschlossen die schulischen Gremien, einen
Antrag auf Mitarbeit als zukünftige UNESCO-Schule zu stellen und die Ziele
der UNESCO in das Schulprogramm aufzunehmen. Seitdem ist die Schule „mitarbeitende
UNESCO-Projekt-Schule“. Zugleich wird die Schule aufgefordert, die Zusammenarbeit
mit den Ländern des Ostseeraumes durch Teilnahme an dem naturwissenschaftlich
ausgerichteten „Baltic Sea Project“ zu suchen.
Dem Thema des friedlichen Miteinanders und des interkulturellen Lernens war
der Projekt-Tag 2001 „Carl-Jacob-Burckhardt-International“ gewidmet.
Im Jahr 2002 wurde mit dem Projekt-Tag „Italien“ die erstmalige
und erfolgreiche Zusammenarbeit mit einer italienischen Assistentin gewürdigt.
Im Jahr 2003 stand das Thema „Weltkulturerbe Lübeck“ über
dem Projekt-Tag, der neue Wege zu Lübeck-Themen und in andere Hansestädte
auslöste.
Im neuen Schuljahr 2003/4 wurden Beiträge über das Thema „Wasser“
erarbeitet, die am mittlerweile traditionellen „Solidaritätstag“
(25. April) öffentlich gemacht wurden.
Neben zahlreichen Auslandsbeziehungen und regelmäßigen Schüleraustauschen
auf internationaler Ebene ist als bisher bedeutendster Beitrag der Schule zu
den Gedanken und Zielen der UNESCO der seit 1986 jährlich stattfindende
Adventsbasar zu nennen. Durch die Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und
Lehrern wird die Schule dann zu einem vorweihnachtlichen Ort der Begegnung.
Der Erlös aus den Veranstaltungen und dem Verkauf von Produkten ist lange
in Gänze, seit einigen Jahren zu etwa 80% der Förderung und Ausbildung
schwer benachteiligter Kinder und Jugendlicher in AMANECER, einem Straßenkinderprojekt
in Cochabamba, Boliven, zugeflossen. Damit ist seit langen Jahren vielen Jugendlichen
nicht nur der Weg in ein besseres Leben, sondern auch in einen Existenz sichernden
Beruf ermöglicht worden.
Am 23.6.2004 wurde uns in einem Festakt die Urkunde als "Mitarbeitende
UNESCO-Schule" verliehen.
